Rote-Bete-Suppe mit Meerrettich: Ein unterschätztes Fastengericht, das satt und warm macht

Rote-Bete-Suppe mit Meerrettich: Ein unterschätztes Fastengericht, das satt und warm macht

In den kalten Wintermonaten sehnen wir uns nach Gerichten, die von innen wärmen und gleichzeitig nähren. Die rote-bete-suppe mit meerrettich erfüllt genau diese Erwartungen und wird dennoch oft unterschätzt. Während der Fastenzeit gewinnt dieses traditionelle Gericht besondere Bedeutung, denn es vereint Einfachheit mit intensivem Geschmack. Die erdige Süße der roten Bete harmoniert perfekt mit der scharfen Frische des Meerrettichs und schafft ein Geschmackserlebnis, das sowohl sättigt als auch belebt. Diese Suppe ist nicht nur ein kulinarisches Highlight, sondern auch ein Beweis dafür, dass Fastengerichte keineswegs fade oder langweilig sein müssen. Im Gegenteil: mit den richtigen Zutaten und etwas Sorgfalt entsteht ein Gericht, das Körper und Seele gleichermaßen nährt.

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facile

Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1.

Beginnen wir mit der Vorbereitung der Zutaten. Die zwiebeln schälen und in feine würfel schneiden. Den knoblauch ebenfalls schälen und fein hacken. Die kartoffeln gründlich waschen, schälen und in etwa zwei zentimeter große würfel schneiden. Diese größe ist wichtig, damit die kartoffeln gleichmäßig garen und später eine schöne cremige konsistenz ergeben. Die rote bete aus dem glas abgießen und die flüssigkeit auffangen, da wir diese später noch verwenden werden. Die rote bete in mittelgroße stücke schneiden.

2.

In einem großen kochtopf das rapsöl bei mittlerer hitze erwärmen. Sobald das öl warm ist, die zwiebelwürfel hinzugeben und etwa fünf minuten glasig dünsten. Glasig dünsten bedeutet, die zwiebeln so lange zu braten, bis sie durchsichtig werden, aber noch keine farbe annehmen. Den gehackten knoblauch und den gemahlenen kümmel hinzufügen und unter ständigem rühren etwa eine minute mitbraten. Achtet darauf, dass der knoblauch nicht verbrennt, da er sonst bitter schmeckt.

3.

Die kartoffelwürfel in den topf geben und kurz mit dem zwiebel-knoblauch-gemisch vermischen. Nun die rote bete hinzufügen und alles gut durchrühren. Mit 1,2 liter wasser aufgießen und die aufgefangene flüssigkeit der roten bete ebenfalls hinzufügen. Das gemüsebrühpulver einrühren und die lorbeerblätter hinzugeben. Die suppe zum kochen bringen, dann die hitze reduzieren und bei geschlossenem deckel etwa 30 minuten köcheln lassen, bis die kartoffeln weich sind.

4.

Nach der kochzeit die lorbeerblätter entfernen. Nun kommt ein wichtiger schritt: mit dem stabmixer die suppe pürieren. Ihr könnt entscheiden, ob ihr eine vollkommen glatte suppe möchtet oder noch einige stückchen belassen wollt für mehr textur. Ich empfehle, etwa dreiviertel der suppe zu pürieren und den rest stückig zu lassen. Dies gibt der suppe eine angenehme konsistenz und macht sie interessanter im mund.

5.

Die suppe mit salz, schwarzem pfeffer, dem apfelessig und einer prise zucker abschmecken. Der zucker ist wichtig, um die erdigkeit der roten bete auszugleichen und die aromen zu harmonisieren. Der essig bringt eine leichte säure, die das gericht erfrischt und die süße der rote bete wunderbar kontrastiert. Probiert immer wieder und passt die würzung nach eurem geschmack an.

6.

Die suppe in vorgewärmte suppenteller oder schalen füllen. In die mitte jeder portion einen großzügigen esslöffel meerrettich geben. Der meerrettich sollte nicht untergerührt werden, sondern als krone auf der suppe thronen. So kann jeder gast selbst entscheiden, wie viel schärfe er möchte. Mit einem spritzer rapsöl und etwas frisch gemahlenem pfeffer garnieren und sofort servieren.

Katrin Wolkenberg

Tipp vom Chefkoch

Falls ihr frische rote bete verwendet, kocht diese separat vor und schält sie erst nach dem kochen. So vermeidet ihr, dass eure hände sich rot färben. Die kochzeit verlängert sich dann um etwa 20 minuten. Für eine noch cremigere konsistenz könnt ihr einen esslöffel haferflocken mitkochen lassen, diese binden die suppe auf natürliche weise. Wer es etwas deftiger mag, kann die suppe mit gerösteten kürbiskernen oder sonnenblumenkernen toppen. Diese geben nicht nur einen nussigen geschmack, sondern auch einen schönen kontrast zur weichen textur der suppe. Der meerrettich verliert seine schärfe beim erhitzen, deshalb immer erst zum schluss hinzufügen.

passende getränke zur rote-bete-suppe

Zu dieser kräftigen suppe empfiehlt sich ein trockener riesling aus der pfalz oder vom rhein. Die fruchtige säure des weines harmoniert wunderbar mit der erdigkeit der roten bete und mildert gleichzeitig die schärfe des meerrettichs. Alternativ passt auch ein grauburgunder mit seiner mineralischen note hervorragend. Für liebhaber von rotwein ist ein leichter spätburgunder eine gute wahl, der nicht zu tanninreich sein sollte. Wer alkoholfreie alternativen bevorzugt, greift zu einem apfel-rote-bete-saft oder einem kräutertee mit pfefferminze, der die geschmacksnerven erfrischt.

Zusätzliche Info

Die rote-bete-suppe hat ihre wurzeln in der osteuropäischen küche und ist dort seit jahrhunderten ein grundnahrungsmittel, besonders während der fastenzeit. In russland und polen wird sie traditionell als borschtsch bezeichnet, wobei es unzählige regionale varianten gibt. Die kombination mit meerrettich ist besonders in der deutschen und österreichischen küche beliebt. Rote bete ist nicht nur geschmacklich interessant, sondern auch ernährungsphysiologisch wertvoll: sie enthält viele vitamine, mineralien und sekundäre pflanzenstoffe, die das immunsystem stärken. Besonders ihr hoher gehalt an folsäure und eisen macht sie zu einem wichtigen lebensmittel. Der meerrettich wiederum wirkt antibakteriell und regt die verdauung an. Während der fastenzeit wurde diese suppe geschätzt, weil sie ohne fleisch auskommt, aber dennoch sättigt und kraft gibt. Die erdigen aromen der roten bete symbolisieren die verbundenheit zur erde und zur einfachheit des lebens.

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