Der frühling hat endlich einzug gehalten, und mit ihm kommt die zeit des bärlauchs. Dieses aromatische wildkraut verwandelt jedes gericht in ein kulinarisches ereignis. Die kombination aus würzigem bärlauch, cremigem ricotta und knackigen pinienkernen in einer goldenen quiche ist mehr als nur ein rezept. Es ist eine hommage an die saison, eine feier der frischen aromen, die nur wenige wochen im jahr verfügbar sind. Diese quiche vereint rustikale einfachheit mit raffinierter eleganz und wird garantiert zum neuen lieblingsfrühlingsgericht.
25
40
mittel
€€
Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1.
Den backofen auf 180 grad celsius vorheizen. Die quicheform mit etwas butter einfetten oder mit backpapier auslegen. Dies verhindert, dass der teig später am boden kleben bleibt und erleichtert das servieren erheblich.
2.
Den mürbeteig aus der verpackung nehmen und in die vorbereitete form legen. Mit den fingern den teig gleichmäßig am boden und an den rändern verteilen. Dabei darauf achten, dass keine löcher entstehen, durch die später die füllung auslaufen könnte. Den teig mehrmals mit einer gabel einstechen. Dies nennt man blindbacken vorbereiten, wodurch sich der teig beim backen nicht wölbt.
3.
Den bärlauch gründlich unter fließendem wasser waschen und trocken tupfen. Dieser schritt ist wichtig, da wildkräuter oft sandreste oder kleine erdpartikel enthalten. Die stiele entfernen und die blätter in feine streifen schneiden. Je feiner der bärlauch geschnitten wird, desto gleichmäßiger verteilt sich sein intensives knoblaucharoma in der quiche.
4.
In einer pfanne das olivenöl erhitzen und die pinienkerne bei mittlerer hitze goldbraun rösten. Dies dauert etwa drei bis vier minuten. Achtung, pinienkerne verbrennen schnell. Ständig rühren und die pfanne vom herd nehmen, sobald sie duften und leicht gebräunt sind. Das rösten intensiviert ihren nussigen geschmack enorm.
5.
In einer großen schüssel die eier aufschlagen und mit dem schneebesen verquirlen. Die sahne hinzufügen und gut vermischen. Den ricotta in kleinen portionen unterrühren, bis eine glatte masse entsteht. Falls der ricotta körnig ist, kann man ihn vorher mit einer gabel glatt rühren.
6.
Den parmesan fein reiben und zur eiermischung geben. Mit salz, pfeffer und einer prise frisch geriebener muskatnuss würzen. Die muskatnuss harmoniert wunderbar mit dem bärlauch und hebt die cremigkeit des ricottas hervor. Nicht zu viel salz verwenden, da der parmesan bereits salzig ist.
7.
Den geschnittenen bärlauch unter die eiermischung heben und alles gut vermengen. Die hälfte der gerösteten pinienkerne ebenfalls untermischen. Die andere hälfte wird später als dekoration verwendet.
8.
Die bärlauch-ricotta-mischung vorsichtig auf den vorbereiteten teigboden gießen. Mit einem löffel gleichmäßig verteilen und die oberfläche glatt streichen. Die restlichen pinienkerne dekorativ auf der oberfläche verteilen. Sie werden beim backen schön knusprig und bilden einen attraktiven kontrast zur cremigen füllung.
9.
Die quiche in den vorgeheizten backofen schieben und etwa 35 bis 40 minuten backen. Die quiche ist fertig, wenn die füllung gestockt ist und die oberfläche goldbraun wird. Um zu testen, ob sie durchgebacken ist, die form leicht schütteln. Die mitte sollte nur noch minimal wackeln. Falls die oberfläche zu schnell bräunt, mit alufolie abdecken.
10.
Die fertige quiche aus dem ofen nehmen und mindestens zehn minuten ruhen lassen, bevor sie angeschnitten wird. In dieser zeit setzt sich die füllung und die quiche lässt sich viel besser schneiden. Sie schmeckt warm am besten, ist aber auch lauwarm oder kalt ein genuss.
Tipp vom Chefkoch
Bärlauch verliert beim erhitzen schnell sein aroma. Wer es intensiver mag, kann einen esslöffel frischen, fein gehackten bärlauch nach dem backen über die warme quiche streuen. Alternativ lässt sich die quiche auch mit einer mischung aus bärlauch und spinat zubereiten, falls nicht genug bärlauch zur verfügung steht. Die pinienkerne können durch gehackte walnüsse oder mandeln ersetzt werden, was der quiche eine andere, aber ebenso köstliche geschmacksnote verleiht.
Weinbegleitung für frühlingsgenuss
Ein frischer, trockener weißwein passt hervorragend zu dieser bärlauch-quiche. Ein sauvignon blanc aus der loire oder ein grüner veltliner aus österreich harmonieren perfekt mit dem würzigen bärlauch und dem cremigen ricotta. Die frische säure des weins schneidet durch die reichhaltigkeit der quiche und hebt die kräuternoten hervor. Alternativ eignet sich ein leichter rosé oder ein gekühlter riesling. Für nichtalkoholische optionen empfiehlt sich ein kräutertee mit minze oder ein spritziger holunderblütensirup mit mineralwasser.
Zusätzliche Info
Bärlauch, auch wilder knoblauch genannt, wächst in schattigen laubwäldern und ist eines der ersten wildkräuter des jahres. Seine erntezeit ist kurz und erstreckt sich von märz bis mai, bevor die pflanze blüht. In der volksmedizin wird bärlauch seit jahrhunderten geschätzt für seine verdauungsfördernden und blutdrucksenkenden eigenschaften. Die quiche als gericht stammt ursprünglich aus der lothringischen küche frankreichs, wo die quiche lorraine weltberühmt wurde. Die kombination mit bärlauch ist jedoch eine moderne interpretation, die die traditionelle französische backkunst mit der deutschen wildkräuterkultur verbindet. Ricotta, ein italienischer frischkäse aus molke, macht die füllung besonders cremig ohne zu schwer zu sein. Pinienkerne wurden bereits von den römern geschätzt und sind heute ein fester bestandteil der mediterranen küche.



