Bärlauch-Butter selber machen: Mit diesem Trick hält das Aroma wochenlang

Bärlauch-Butter selber machen: Mit diesem Trick hält das Aroma wochenlang

Der Frühling bringt nicht nur wärmere Temperaturen, sondern auch eine wahre Delikatesse in unsere Wälder: Bärlauch. Dieses aromatische Wildkraut verleiht Butter einen unvergleichlichen, würzig-frischen Geschmack. Doch wie bewahrt man dieses intensive Aroma über Wochen hinweg? Die Antwort liegt in der richtigen Zubereitung und Lagerung. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Bärlauch-Butter selbst herstellen und das kostbare Aroma durch einen einfachen Trick lange konservieren können. Diese selbstgemachte Kräuterbutter verwandelt jedes Brot, jedes Steak und jede Pasta in ein Gourmet-Erlebnis.

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Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Bärlauch vorbereiten

Waschen Sie den frischen Bärlauch gründlich unter kaltem Wasser, um Sand und Schmutz zu entfernen. Dies ist besonders wichtig, da Wildkräuter oft Erdreste enthalten. Schütteln Sie die Blätter vorsichtig trocken oder tupfen Sie sie mit einem sauberen Küchentuch ab. Achten Sie darauf, dass der Bärlauch wirklich trocken ist, denn überschüssige Feuchtigkeit kann die Haltbarkeit der Butter beeinträchtigen. Entfernen Sie eventuelle welke oder beschädigte Blätter. Schneiden Sie anschließend die Stiele ab, da diese oft holziger und weniger aromatisch sind als die zarten Blätter.

2. Bärlauch fein hacken

Legen Sie die getrockneten Bärlauchblätter auf ein Schneidebrett. Rollen Sie mehrere Blätter zusammen und schneiden Sie sie mit einem scharfen Messer in feine Streifen. Diese Technik nennt man Chiffonade, eine französische Schneidetechnik für Blattgemüse und Kräuter. Hacken Sie die Streifen anschließend noch einmal quer, sodass sehr feine Stücke entstehen. Je feiner der Bärlauch geschnitten ist, desto besser verteilt sich sein Aroma in der Butter. Alternativ können Sie eine Küchenmaschine verwenden, aber achten Sie darauf, den Bärlauch nicht zu stark zu zerkleinern, da er sonst matschig wird.

3. Butter vorbereiten

Nehmen Sie die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank, damit sie Raumtemperatur erreicht. Die Butter sollte weich, aber nicht geschmolzen sein. Dies dauert etwa 30 bis 60 Minuten, je nach Raumtemperatur. Weiche Butter lässt sich viel leichter mit den Kräutern vermischen und sorgt für eine gleichmäßige Verteilung des Aromas. Schneiden Sie die Butter in kleinere Stücke und geben Sie sie in eine Schüssel. So wird das spätere Vermischen noch einfacher.

4. Zutaten vermischen

Geben Sie den fein gehackten Bärlauch zur weichen Butter in die Schüssel. Fügen Sie das Meersalz, den frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer und den Zitronensaft hinzu. Der Zitronensaft ist der entscheidende Trick: Er verhindert, dass der Bärlauch oxidiert und seine leuchtend grüne Farbe verliert. Außerdem hebt die Säure das Aroma des Bärlauchs hervor. Vermischen Sie alle Zutaten mit einer Gabel oder einem Löffel gründlich, bis eine homogene, grüne Masse entsteht. Achten Sie darauf, dass der Bärlauch gleichmäßig in der Butter verteilt ist.

5. Butter formen

Legen Sie ein Stück Frischhaltefolie oder Backpapier auf die Arbeitsfläche. Geben Sie die Bärlauch-Butter-Mischung in die Mitte der Folie. Formen Sie die Butter mit Hilfe der Folie zu einer gleichmäßigen Rolle. Diese Technik erleichtert später das Portionieren. Rollen Sie die Folie fest um die Butterrolle und drehen Sie die Enden wie bei einem Bonbon ein. So entsteht eine kompakte, luftdichte Verpackung. Die Rolle sollte etwa 4 bis 5 Zentimeter Durchmesser haben, damit Sie später schöne Scheiben abschneiden können.

6. Der Trick für lange Haltbarkeit

Hier kommt der entscheidende Trick: Legen Sie die geformte Butterrolle für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank, damit sie fest wird. Anschließend können Sie die Butter portionsweise einfrieren. Schneiden Sie die Rolle in etwa 1 Zentimeter dicke Scheiben und legen Sie diese einzeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Tablett. Frieren Sie die Scheiben für etwa 30 Minuten vor. Danach können Sie die gefrorenen Butterscheiben in einen Gefrierbeutel geben und luftdicht verschließen. So bewahren Sie das Aroma des Bärlauchs für mehrere Wochen oder sogar Monate. Bei Bedarf entnehmen Sie einfach die gewünschte Menge und lassen sie kurz antauen.

7. Alternative Aufbewahrung

Wenn Sie die Butter nicht einfrieren möchten, können Sie sie auch in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren. In diesem Fall hält sie sich etwa eine Woche. Achten Sie darauf, dass der Behälter wirklich dicht schließt, damit die Butter keine fremden Gerüche aus dem Kühlschrank annimmt. Sie können die Butter auch in kleine Eiswürfelformen füllen und so praktische Portionen für die Küche vorbereiten.

Katrin Wolkenberg

Tipp vom Chefkoch

Um das Aroma noch intensiver zu gestalten, können Sie eine fein gehackte Knoblauchzehe hinzufügen. Achten Sie jedoch darauf, dass der Knoblauch sehr frisch ist, da alter Knoblauch bitter schmecken kann. Ein weiterer Tipp: Verwenden Sie ausschließlich ungesalzene Butter, wenn Sie die Salzmenge selbst kontrollieren möchten. So vermeiden Sie, dass die Kräuterbutter zu salzig wird. Für eine besonders cremige Konsistenz können Sie einen Esslöffel Crème fraîche unterrühren. Dies macht die Butter noch streichfähiger und verleiht ihr eine leicht säuerliche Note, die hervorragend zum Bärlauch passt. Wenn Sie keinen frischen Bärlauch finden, können Sie auch tiefgefrorenen verwenden, allerdings sollten Sie ihn vorher gut abtropfen lassen. Probieren Sie auch Variationen mit anderen Kräutern wie Petersilie oder Schnittlauch für unterschiedliche Geschmackserlebnisse.

Passende Getränke zur Bärlauch-Butter

Da Bärlauch-Butter häufig zu gegrilltem Fleisch, Fisch oder frischem Brot serviert wird, empfiehlt sich ein frischer, leichter Weißwein. Ein Grüner Veltliner aus Österreich oder ein Sauvignon Blanc aus Neuseeland harmonieren wunderbar mit dem würzigen Aroma des Bärlauchs. Die frische Säure dieser Weine hebt die Kräuternoten hervor und ergänzt die cremige Butter perfekt.

Für Liebhaber von Rotwein eignet sich ein leichter Pinot Noir, der nicht zu tanninhaltig ist und die feinen Aromen nicht überdeckt. Wenn Sie ein alkoholfreies Getränk bevorzugen, ist ein Kräuter-Eistee mit Zitrone oder ein Mineralwasser mit einem Spritzer Limette eine erfrischende Wahl, die die Frische des Bärlauchs unterstreicht.

Zusätzliche Info

Bärlauch, auch Wilder Knoblauch genannt, wächst vor allem in schattigen, feuchten Laubwäldern und ist ein traditionelles Wildkraut der europäischen Küche. Die Erntezeit erstreckt sich von März bis Mai, bevor die Pflanze zu blühen beginnt. In dieser Zeit ist das Aroma am intensivsten. Bärlauch wurde bereits in der Antike als Heilpflanze geschätzt und soll verdauungsfördernd sowie blutdrucksenkend wirken.

Die Tradition, Kräuterbutter herzustellen, reicht weit zurück und war ursprünglich eine Methode, um frische Kräuter zu konservieren. In der französischen Küche ist Beurre composé, also zusammengesetzte Butter, ein Klassiker. Bärlauch-Butter hat sich besonders in der deutschen und österreichischen Küche etabliert und wird dort zu vielen Frühlingsgerichten serviert.

Ein wichtiger Hinweis: Verwechseln Sie Bärlauch nicht mit giftigen Pflanzen wie Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen, die ähnlich aussehen können. Bärlauch erkennen Sie am charakteristischen Knoblauchgeruch, den die Blätter beim Zerreiben verströmen. Wenn Sie unsicher sind, kaufen Sie Bärlauch lieber auf dem Markt oder im Supermarkt.

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