Omas Eierkuchen: Mit einer simplen Zutat werden sie so fluffig wie nie zuvor

Omas Eierkuchen: Mit einer simplen Zutat werden sie so fluffig wie nie zuvor

In deutschen Küchen gehören Eierkuchen seit Generationen zu den beliebtesten Gerichten. Was Großmutter schon wusste: mit einer einzigen simplen Zutat werden diese traditionellen Pfannkuchen so fluffig und luftig wie nie zuvor. Das Geheimnis liegt in der Zugabe von Mineralwasser mit Kohlensäure, das dem Teig eine besondere Leichtigkeit verleiht. Diese Technik verwandelt gewöhnliche Eierkuchen in wahre Geschmackswolken, die auf der Zunge zergehen. Ob zum Frühstück, als Mittagessen oder süße Nachspeise: diese Eierkuchen nach Omas Art begeistern Jung und Alt gleichermaßen.

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Zutaten

Personen +

Utensilien

Zubereitung

1. Den Teig vorbereiten

Das Mehl in eine große Rührschüssel sieben. Diese Technik nennt man sieben, dabei werden Klümpchen entfernt und Luft eingearbeitet. In die Mitte eine Mulde drücken. Die Eier aufschlagen und in die Mulde geben. Zucker, Salz und Vanilleextrakt hinzufügen. Mit einem Schneebesen von der Mitte aus beginnen, die Zutaten zu verrühren. Dabei langsam das Mehl vom Rand einarbeiten.

2. Flüssigkeiten einarbeiten

Die Milch nach und nach zum Teig gießen, dabei ständig weiterrühren. Der Teig sollte glatt und ohne Klümpchen sein. Jetzt kommt das Geheimnis: das kalte Mineralwasser mit Kohlensäure vorsichtig unterheben. Nicht zu stark rühren, damit die Kohlensäure erhalten bleibt. Diese Bläschen machen den Teig später besonders luftig. Den Teig etwa 10 Minuten ruhen lassen.

3. Die Pfanne vorbereiten

Eine beschichtete Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Ein kleines Stück Butter in der Pfanne schmelzen lassen, bis es leicht schäumt. Die Pfanne schwenken, damit der Boden gleichmäßig mit Butter bedeckt ist. Die richtige Temperatur ist erreicht, wenn ein Tropfen Wasser in der Pfanne zischt.

4. Den ersten Eierkuchen backen

Mit einer Schöpfkelle etwa eine kleine Kelle Teig in die Mitte der Pfanne geben. Sofort die Pfanne kreisförmig schwenken, damit sich der Teig gleichmäßig verteilt. Der Eierkuchen sollte dünn sein, etwa 2-3 mm dick. Bei mittlerer Hitze etwa 2-3 Minuten backen, bis die Unterseite goldbraun ist.

5. Wenden und fertig backen

Mit einem Pfannenwender vorsichtig unter den Eierkuchen fahren. In einer schnellen Bewegung umdrehen. Wer mutig ist, kann den Eierkuchen auch durch Hochwerfen in der Luft wenden. Die zweite Seite etwa 1-2 Minuten backen, bis sie ebenfalls goldbraun ist. Der Eierkuchen ist fertig, wenn beide Seiten schön gebräunt sind.

6. Warmhalten und weitermachen

Den fertigen Eierkuchen auf einen Teller legen und im Backofen bei 80 Grad warm halten. Für jeden neuen Eierkuchen ein kleines Stück Butter in die Pfanne geben. Den Vorgang wiederholen, bis der gesamte Teig verbraucht ist. Aus dieser Menge entstehen etwa 8-10 Eierkuchen, je nach Größe der Pfanne.

7. Servieren und genießen

Die warmen Eierkuchen können auf verschiedene Arten serviert werden. Klassisch mit Zucker und Zimt bestreuen, mit Apfelmus bestreichen oder mit Nutella füllen. Für eine herzhafte Variante mit Schinken und Käse belegen. Die Eierkuchen können auch zusammengerollt oder zu Dreiecken gefaltet werden.

Katrin Wolkenberg

Tipp vom Chefkoch

Das Mineralwasser muss unbedingt kalt und sprudelnd sein, damit die Kohlensäure ihre Wirkung entfaltet. Erst kurz vor dem Backen zum Teig geben und nur vorsichtig unterheben. Wer den Teig zu stark rührt, verliert die wertvollen Bläschen. Ein weiterer Tipp: die Pfanne zwischen den Eierkuchen immer wieder mit einem Küchenpapier ausreiben und neu einfetten. So bleiben alle Eierkuchen gleichmäßig gebräunt. Die Hitze sollte konstant bei mittlerer Stufe bleiben, zu heiß verbrennt der Teig außen und bleibt innen roh.

Passende Getränke zu Omas Eierkuchen

Zu süßen Eierkuchen passt hervorragend ein frisch gebrühter Kaffee oder ein aromatischer schwarzer Tee. Für Kinder eignet sich Kakao oder Apfelsaft besonders gut. Wer die Eierkuchen zum Frühstück genießt, kann auch einen frisch gepressten Orangensaft reichen. An Sonntagen darf es auch ein Glas Prosecco sein, dessen Perlage wunderbar mit der Leichtigkeit der fluffigen Eierkuchen harmoniert.

Zusätzliche Info

Eierkuchen, auch Pfannkuchen oder regional Plinsen genannt, gehören zu den ältesten Gerichten der deutschen Küche. Bereits im Mittelalter wurden ähnliche Speisen in Klöstern zubereitet. Der Name Eierkuchen stammt von den Hauptzutaten Eier und Mehl. In verschiedenen Regionen Deutschlands gibt es unterschiedliche Bezeichnungen und Zubereitungsarten. Während in Norddeutschland eher dünne Pfannkuchen bevorzugt werden, sind in Süddeutschland dickere Varianten beliebt. Das Geheimnis mit dem Mineralwasser wurde von cleveren Hausfrauen entdeckt, die bemerkten, dass Kohlensäure den Teig auflockert. Diese Methode wird auch bei anderen Teigwaren wie Waffeln oder Tempura angewendet. Omas Eierkuchen sind nicht nur lecker, sondern auch vielseitig: sie schmecken süß und herzhaft, warm und kalt. In der Nachkriegszeit waren Eierkuchen ein beliebtes Arme-Leute-Essen, da die Zutaten günstig und meist vorrätig waren.

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