Das Osterlamm gehört zu den traditionellen Gebäcken der Osterzeit und erfreut sich seit Generationen großer Beliebtheit. Doch viele Hobbybäcker kennen das Problem: der Teig wird trocken und bröselig statt saftig und locker. Die Lösung liegt in einer besonderen Zutat, die den entscheidenden Unterschied macht. Sauerrahm oder Schmand verleiht dem Osterlamm die gewünschte Saftigkeit und sorgt für eine zarte Krume, die mehrere Tage frisch bleibt. Diese Backform in Lammgestalt symbolisiert das Osterlamm als christliches Symbol und schmückt festliche Ostertafeln. Mit der richtigen Technik und hochwertigen Zutaten gelingt dieses traditionelle Gebäck garantiert.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. vorbereitung der backform
Den backofen auf 175 grad celsius ober- und unterhitze vorheizen. Die lammform gründlich mit weicher butter einfetten, dabei besonders auf alle ecken und vertiefungen achten. Anschließend die form mit etwas mehl bestäuben und überschüssiges mehl ausklopfen. Dieser schritt ist entscheidend, damit sich das lamm später problemlos aus der form löst. Die vorbereitete form beiseite stellen.
2. butter schmelzen
Die butter in einem kleinen topf bei niedriger hitze schmelzen lassen. Nicht zu heiß werden lassen, sonst verbrennt die butter. Die geschmolzene butter etwas abkühlen lassen, damit sie später die eier nicht gerinnen lässt. Diese methode sorgt für eine gleichmäßige verteilung im teig.
3. eier und zucker aufschlagen
Die eier zusammen mit dem zucker und vanillezucker in eine große rührschüssel geben. Mit dem handrührgerät auf höchster stufe etwa 5 bis 7 minuten schlagen, bis eine helle, cremige masse entsteht. Die masse sollte deutlich an volumen zunehmen und beim anheben des rührbesens dicke bänder bilden. Dieser vorgang nennt sich aufschlagen, dabei wird luft in die eimasse eingearbeitet, die später für die lockere struktur sorgt.
4. schmand einarbeiten
Den schmand oder sauerrahm zur aufgeschlagenen eimasse geben. Dies ist die geheimzutat für die saftige konsistenz. Kurz auf mittlerer stufe unterrühren, bis der schmand vollständig eingearbeitet ist. Die zitronenschale hinzufügen und eine prise salz ergänzen. Diese zutaten verleihen dem gebäck eine feine geschmacksnote.
5. trockene zutaten mischen
Das mehl zusammen mit dem backpulver in ein sieb geben und über einer schüssel sieben. Durch das sieben wird das mehl aufgelockert und klümpchen werden entfernt. Dies sorgt für eine feinere teigstruktur und verhindert mehlnester im fertigen gebäck.
6. teig zusammenführen
Das gesiebte mehl-backpulver-gemisch portionsweise über die eimasse sieben. Mit einem teigschaber oder kochlöffel vorsichtig von unten nach oben unterheben. Nicht rühren, sondern wirklich heben, damit die luftige struktur erhalten bleibt. Wenn das mehl fast vollständig eingearbeitet ist, die abgekühlte flüssige butter am rand zugeben und ebenfalls vorsichtig unterheben. Der teig sollte glatt und glänzend sein.
7. teig in die form füllen
Den teig in die vorbereitete lammform füllen. Dabei darauf achten, dass alle bereiche gleichmäßig gefüllt werden, besonders kopf und beine. Die form zu etwa drei viertel füllen, da der teig noch aufgeht. Mit einem teigschaber die oberfläche glatt streichen. Leicht auf die arbeitsfläche klopfen, damit eventuelle luftblasen entweichen.
8. backen
Die form auf einem backblech in den vorgeheizten ofen schieben, mittlere schiene. Etwa 45 minuten backen. Nach 30 minuten mit alufolie abdecken, falls das lamm zu dunkel wird. Die garprobe mit einem holzstäbchen machen: in die dickste stelle stechen, bleibt kein teig haften, ist das lamm fertig. Die backzeit kann je nach ofentyp leicht variieren.
9. abkühlen und stürzen
Das gebackene lamm in der form etwa 10 minuten abkühlen lassen. Dann ein kuchengitter auf die form legen, beides zusammen umdrehen und die form vorsichtig abheben. Falls sich das lamm nicht löst, mit einem messer vorsichtig am rand entlangfahren. Das lamm vollständig auf dem gitter auskühlen lassen, bevor es dekoriert wird.
10. dekorieren
Den puderzucker in ein feines sieb geben und das ausgekühlte lamm gleichmäßig bestäuben. Für eine schönere optik kann man eine papierschablone verwenden und nur bestimmte bereiche bestäuben. Optional mit einem band um den hals dekorieren oder kleine zuckerblumen aufsetzen. Das osterlamm ist nun servierfertig.
Tipp vom Chefkoch
Der schmand ist der schlüssel zur saftigkeit. Wer es besonders saftig mag, kann 120 gramm verwenden und die mehlmenge um 20 gramm reduzieren. Die lammform vor dem ersten gebrauch gründlich mit heißem wasser und spülmittel reinigen und gut trocknen. Beim einfetten wirklich jeden winkel erreichen, sonst bleibt der teig haften. Das lamm schmeckt am zweiten tag sogar noch besser, da der teig durchzieht. In einer keksdose oder unter einer haube aufbewahren, dann bleibt es bis zu 5 tage frisch. Für eine zitronigere note kann man dem teig noch einen esslöffel zitronensaft hinzufügen.
passende getränke zum osterlamm
Zum osterlamm passt hervorragend ein frisch aufgebrühter kaffee oder cappuccino. Die leichte süße des gebäcks harmoniert perfekt mit der bitternote des kaffees. Für kinder und kaffeevermeider eignet sich ein glas frische milch oder ein fruchtiger orangensaft. Zum nachmittagskaffee kann man auch einen milden schwarztee mit vanillenote servieren. Ein glas prosecco oder süßer dessertwein rundet das festliche ostermahl elegant ab.
Zusätzliche Info
Das osterlamm hat eine lange tradition in der christlichen kultur. Es symbolisiert jesus christus als das lamm gottes und ist seit dem mittelalter fester bestandteil der osterfeierlichkeiten. Ursprünglich wurde es aus biskuitteig gebacken, moderne rezepte verwenden oft rührteig. Die speziellen backformen in lammgestalt gibt es seit dem 19. jahrhundert, zunächst aus gusseisen, später aus aluminium. In vielen regionen deutschlands, österreichs und der schweiz gehört das osterlamm zur festtafel. Traditionell wird es am ostersonntag angeschnitten und mit der familie geteilt. Die weiße puderzuckerbestäubung symbolisiert reinheit und unschuld.



