Der käsekuchen ohne boden mit zitronen-note erobert die deutschen backstuben im sturm. Diese variante des klassikers verzichtet auf den traditionellen mürbeteig und setzt stattdessen auf eine cremige, saftige käsemasse, die direkt in die form gegossen wird. Die zitrone verleiht dem kuchen eine erfrischende note, die perfekt mit der milden süße des quarks harmoniert. Besonders praktisch: dieser kuchen gelingt selbst backanfängern mühelos, da die gefürchtete teigzubereitung komplett entfällt. Die konsistenz erinnert an einen new york cheesecake, bleibt jedoch typisch deutsch durch die verwendung von quark statt frischkäse. In nur wenigen schritten entsteht ein dessert, das auf jeder kaffeetafel glänzt und sowohl optisch als auch geschmacklich überzeugt.
15
55
facile
€
Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1.
Den backofen auf 160 grad umluft vorheizen. Diese temperatur ist entscheidend für ein gleichmäßiges backergebnis ohne risse an der oberfläche. Während der ofen vorheizt, die springform gründlich mit der weichen butter ausstreichen. Das ausfetten verhindert das ankleben des kuchens an der form. Achtet darauf, dass auch der rand vollständig eingefettet ist, damit sich der kuchen später problemlos lösen lässt.
2.
Die zitrone unter heißem wasser gründlich abwaschen und mit einem küchentuch trocken reiben. Mit dem zestenreißer die gelbe schale dünn abreiben, ohne die weiße schicht darunter zu erwischen. Die weiße schicht schmeckt bitter und würde den geschmack negativ beeinflussen. Anschließend die zitrone halbieren und etwa 2 esslöffel saft auspressen. Den saft beiseite stellen.
3.
Die eier trennen. Beim eiertrennen das eigelb vorsichtig von einer eierschalenhälfte in die andere gleiten lassen, während das eiweiß in eine schüssel tropft. Das eiweiß in eine fettfreie schüssel geben und mit einer prise salz steif schlagen. Der eischnee ist fertig, wenn er feste spitzen bildet und nicht mehr aus der schüssel läuft, wenn man sie umdreht.
4.
In einer separaten schüssel den quark mit den eigelben, dem zucker und dem vanillezucker cremig rühren. Verwendet dafür das handrührgerät auf mittlerer stufe für etwa 2 minuten. Die masse sollte glatt und luftig werden. Je länger ihr rührt, desto cremiger wird die konsistenz.
5.
Die speisestärke zur quarkmasse sieben. Das sieben verhindert klümpchenbildung und sorgt für eine homogene masse. Anschließend den zitronensaft und die abgeriebene zitronenschale unterrühren. Die zitrusnote sollte nun deutlich wahrnehmbar sein, ohne dominant zu wirken.
6.
Den steif geschlagenen eischnee vorsichtig mit einem schneebesen unter die quarkmasse heben. Heben bedeutet, den eischnee mit sanften bewegungen von unten nach oben unterzuziehen. Nicht zu kräftig rühren, sonst fällt der eischnee zusammen und der kuchen wird nicht schön luftig. Die masse sollte locker und voluminös bleiben.
7.
Die käsemasse in die vorbereitete springform gießen und die oberfläche mit einem teigschaber glatt streichen. Die form auf den mittleren rost des vorgeheizten backofens schieben. Die backzeit beträgt etwa 55 minuten. Der kuchen ist fertig, wenn die oberfläche goldgelb ist und die mitte nur noch leicht wackelt.
8.
Nach dem backen den ofen ausschalten und die ofentür einen spalt breit öffnen. Den kuchen weitere 10 minuten im ofen ruhen lassen. Dieses langsame abkühlen verhindert, dass der kuchen zusammenfällt oder risse bekommt. Anschließend die form aus dem ofen nehmen und auf einem kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Erst wenn der kuchen zimmerwarm ist, den springformrand lösen.
Tipp vom Chefkoch
Für eine besonders intensive zitronennote könnt ihr zusätzlich etwas zitronenöl in die masse geben. Wer es weniger sauer mag, reduziert den zitronensaft auf einen esslöffel. Der kuchen schmeckt am nächsten tag noch besser, da er über nacht durchziehen kann und die aromen sich optimal entfalten. Bewahrt ihn abgedeckt im kühlschrank auf. Für eine dekorative optik könnt ihr die oberfläche vor dem servieren mit puderzucker bestäuben oder mit zitronenscheiben garnieren. Ein weiterer tipp: verwendet quark mit 20% fettgehalt für ein besonders cremiges ergebnis. Magerer quark funktioniert auch, der kuchen wird dann etwas fester in der konsistenz. Wenn der kuchen nach dem backen leichte risse zeigt, ist das kein fehler, sondern typisch für diese kuchenart. Die risse verleihen ihm einen rustikalen charme.
Die perfekte begleitung zum käsekuchen
Zu diesem erfrischenden käsekuchen mit zitronennote passt hervorragend ein frisch aufgebrühter kaffee oder ein aromatischer schwarztee. Wer es gerne kalt mag, serviert dazu einen eisgekühlten eistee mit zitrone, der die zitrische note des kuchens aufgreift. Für festliche anlässe eignet sich ein glas prosecco oder ein süßer dessertwein. Auch eine heiße schokolade bildet einen interessanten kontrast zur säuerlichen frische des kuchens. Kinder freuen sich über einen kakao oder eine vanillemilch. Im sommer ist ein selbstgemachter holunderblütensirup mit sprudelwasser eine erfrischende alternative, die perfekt zur leichten konsistenz des kuchens harmoniert.
Zusätzliche Info
Der käsekuchen ohne boden hat seine wurzeln in der deutschen backkultur und entwickelte sich als praktische alternative zum klassischen käsekuchen mit mürbeteigboden. Besonders in den 1970er jahren wurde diese variante populär, als berufstätige frauen nach zeitsparenden backrezepten suchten. Die verwendung von quark statt frischkäse unterscheidet den deutschen käsekuchen von seinem amerikanischen pendant, dem cheesecake. Quark enthält weniger fett und verleiht dem kuchen eine charakteristische, leicht säuerliche note. In verschiedenen regionen deutschlands gibt es unterschiedliche varianten: in norddeutschland wird häufig rosinen hinzugefügt, während in süddeutschland die zitronenvariante bevorzugt wird. Der verzicht auf den boden macht den kuchen nicht nur schneller in der zubereitung, sondern auch kalorienärmer. Ernährungsphysiologisch punktet dieser kuchen durch den hohen proteingehalt des quarks. Mit etwa 250 kalorien pro stück ist er eine verhältnismäßig leichte süßspeise. Die kombination aus eiweiß und kohlenhydraten macht ihn zu einem sättigenden dessert, das auch als nachmittagssnack geeignet ist.



