Backen · Blechkuchen · Sommerrezept
Warum dieser Käsekuchen ohne Boden auf dem Blech perfekt funktioniert
Dieser Johannisbeer-Käsekuchen vom Blech kommt ganz ohne Boden aus und ist trotzdem schnittfest, cremig und portionierfreundlich. Das Geheimnis liegt in der Quarkmasse selbst: Vanillepuddingpulver bindet die Füllung cremig statt flüssig, sodass du saubere Stücke aus dem Blech (30 × 40 cm) heben kannst. Magerquark und Schmand sorgen für einen sahnigen Geschmack, die säuerlichen roten Johannisbeeren geben den frischen Sommerkontrast. Kein Ausrollen, kein Blindbacken, keine Mürbeteig-Nerven.
🥗 Nährwerte pro Stück
🧰 Ausstattung
- Backblech 30 × 40 cm (Fettpfanne des Backofens geht auch)
- Backpapier
- Große Rührschüssel
- Handmixer oder Küchenmaschine
- Teigschaber
- Küchenwaage
- Holzstäbchen (für den Stäbchentest)
🛒 Zutaten
- 1000 g Magerquark (gut abgetropft)
- 200 g Schmand
- 4 Stück Eier (Größe M)
- 180 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillepuddingpulver (37 g, zum Kochen)
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 2 EL Zitronensaft (frisch gepresst)
- 500 g rote Johannisbeeren (frisch oder TK, abgetropft)
- 20 g Puderzucker (zum Bestäuben, optional)
👨🍳 Zubereitung
Fortschritt: 0 % der Schritte erledigt
⏱ 10 Min. Auf die farbigen Zeitangaben tippen, um einen Timer zu starten.
- Blech vorbereiten. Den Backofen auf 150 °C Umluft (170 °C Ober-/Unterhitze) vorheizen. Das Backblech (30 × 40 cm) vollständig mit Backpapier auslegen und leicht mit Butter oder Backtrennspray einsprühen. So lässt sich der Kuchen später sauber herauslösen.
- Quark abtropfen lassen. Den Magerquark, falls er sehr feucht ist, vorab ⏱ 10 Min. in einem mit Küchentuch ausgelegten Sieb abtropfen lassen. Das verhindert eine zu feuchte Masse und ist der erste Schritt zu einem schnittfesten Ergebnis.
- Quarkmasse anrühren. Magerquark, Schmand, Eier, Zucker, Vanillezucker, Salz und Zitronensaft in einer großen Schüssel mit dem Handmixer auf mittlerer Stufe glatt rühren. Dann das Vanillepuddingpulver einsieben und kurz unterrühren, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Das Puddingpulver übernimmt jetzt den entscheidenden Job: Es verkleistert beim Backen und bindet die Masse cremig, ohne sie gummiartig werden zu lassen.
- Johannisbeeren vorbereiten und einarbeiten. Frische Johannisbeeren waschen und von den Rispen streifen. Tiefgekühlte Beeren vorher vollständig auftauen und gut abtropfen lassen (sonst gelangt zu viel Flüssigkeit in die Masse). Die Hälfte der Beeren unter die Quarkmasse heben, die andere Hälfte beiseite stellen.
- Masse aufs Blech streichen. Die Quarkmasse gleichmäßig auf dem vorbereiteten Blech verteilen und mit einem Teigschaber glatt streichen. Die zurückbehaltenen Johannisbeeren gleichmäßig auf der Oberfläche verteilen und leicht andrücken.
- Backen. Das Blech auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Ofens schieben und ⏱ 40–45 Min. backen. Die Oberfläche sollte leicht goldgelb sein und nicht mehr glänzen. Stäbchentest: Ein Holzstäbchen in die Mitte stechen – kommt es sauber heraus, ist der Kuchen fertig.
- Auskühlen lassen. Den Kuchen nach dem Backen ⏱ 10 Min. bei leicht geöffneter Ofentür im ausgeschalteten Ofen lassen. Dann auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen ⏱ mindestens 90 Min.. Erst nach dem vollständigen Abkühlen – am besten nach 2 Stunden oder über Nacht im Kühlschrank – schneiden. Dieser Schritt ist nicht optional: Die Masse braucht Zeit, um vollständig zu stocken.
- Servieren. Den Kuchen nach Belieben mit Puderzucker bestäuben, in gleichmäßige Rechtecke schneiden und genießen.
Rezept auf einen Blick
Dieser bodenlose Johannisbeer-Käsekuchen vom Blech ist dein Retter für Familientreffen, Sommerfeste oder einfach den nächsten Kuchenhunger. Der Pudding-Trick sorgt zuverlässig für eine cremige, schnittfeste Konsistenz, die roten Johannisbeeren geben die nötige fruchtig-säuerliche Frische. Vorbereitung am Vorabend möglich – am nächsten Tag noch besser.
📌 Rezept merken
✨ Mein Johannisbeer-Käsekuchen – drei Versionen, eine cremige Basis
Das Grundrezept ist bewusst neutral gehalten, damit du spielen kannst. Hier sind meine liebsten Varianten:
Schwarze oder weiße Johannisbeeren: Schwarze Johannisbeeren schmecken intensiver und leicht herb – perfekt, wenn du es weniger süß magst. Weiße Beeren sind milder und optisch ein Hingucker auf dem Blech. Mengen und Zubereitung bleiben identisch.
Magerquark durch Frischkäse oder Mascarpone ersetzen: Wer es noch cremiger mag, tauscht 250 g des Magerquarks gegen Frischkäse (z. B. Philadelphia) oder Mascarpone aus. Das erhöht den Fettgehalt, macht die Masse aber noch samtiger. Als leichtere Alternative bleibt man bei Magerquark – der Eiweißgehalt ist deutlich höher.
Schmand durch griechischen Joghurt ersetzen: Für eine schlankere Variante funktioniert griechischer Joghurt (10 % Fett) als Schmand-Ersatz gut. Die Masse wird etwas weniger reichhaltig, bleibt aber durch das Puddingpulver stabil gebunden.
Tiefgekühlte Johannisbeeren verwenden: Ja, das geht – aber unbedingt vollständig auftauen und in einem Sieb gut abtropfen lassen. Zu viel Auftauwasser in der Masse führt zu einer feuchten, schwer stockenden Füllung. Optional: Die aufgetauten Beeren kurz mit einem Teelöffel Speisestärke bestäuben, bevor du sie einarbeitest. Das bindet eventuelle Restfeuchtigkeit.
❄️ Aufbewahrung
Den vollständig ausgekühlten Kuchen abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Er hält sich dort 3 Tage, wird aber erfahrungsgemäß am zweiten Tag noch besser. Zum Einfrieren: Stücke einzeln in Frischhaltefolie wickeln und in einem Gefrierbeutel bis zu 2 Monate einfrieren. Über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen, nicht in der Mikrowelle.
🍷 Saison und Begleitung
Ideale Saison:



